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In diesem Jahr habe ich gelesen:

Cover Zusammenfassung Wertung
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Stieg Larsson: Verdammnis

Ein ehrgeiziger junger Journalist bietet Mikael Blomkvist für sein Magazin »Millennium« eine Story an, die skandalöser nicht sein könnte. Amts- und Würdenträger der schwedischen Gesellschaft vergehen sich an jungen russischen Frauen, die gewaltsam ins Land geschafft und zur Prostitution gezwungen werden. Als sich Lisbeth Salander in die Recherchen einschaltet, stößt sie auf ein besonders pikantes Detail: Nils Bjurman, ihr ehemaliger Betreuer, scheint in den Mädchenhandel involviert zu sein. Wenig später werden der Journalist und Nils Bjurman tot aufgefunden. Die Tatwaffe trägt Lisbeths Fingerabdrücke. Sie wird an den Pranger gestellt und flüchtet. Nur Mikael Blomkvist glaubt an ihre Unschuld und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Seine Nachforschungen führen in Lisbeths Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die ihn bald das Fürchten lehrt.

Der zweite Roman der Trilogie Larssons um das ungleiche Ermittlerpaar Blomkvist/Salander ist noch spannender als sein Vorgänger. Mit Sicherheit einer der besten Kriminalromane, die je geschrieben wurden.

5_sterne
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Dan Wells: Ich bin kein Serienkiller

Du spürst, da ist etwas Böses in dir. Deine Freunde behaupten, es sei bloß Einbildung. Aber du weißt es besser. Du versuchst es mit allen Mitteln zurückzuhalten. Verbietest dir selbst den Kontakt zu Mädchen, besuchst den Psychotherapeuten, hältst dich stets unter Kontrolle. Doch niemand kann dir helfen. Denn diese dunkle Gewissheit ist da. Eines Tages wird es ausbrechen. Du wirst zum Serienkiller werden. Die Frage ist nur – wann?

Bei dem in der Heyne-Hardcore-Reihe erschienenen Erstling von Dan Wells handelt es sich um einen Horrorroman und keinen Krimi. Der Erzählton passt unheimlich gut zu der Gefühlswelt eines heranwachsenden Jugendlichen und ist gut zu lesen.

3_sterne
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John Niven: Coma

Ein ganz spezielles Brüderpaar. Gary ist ein untalentierter Golfer, Lee ein untalentierter Gangster. Der eine wird von einem Golfball am Kopf getroffen und fällt ins Koma. Als er erwacht, spürt er den Drang zur öffentlichen Masturbation und leidet am Tourette-Syndrom. Aber er kann plötzlich Golf spielen. Der andere soll eine unschuldige Frau töten, um seine Schulden zu begleichen. Als sich die Wege der beiden kreuzen, kann das nichts Gutes bedeuten.

Ich musste beim Lesen mehrmals laut lachen. Der bitterböse Humar Nivens ist grandios. Lediglich die Krimihandlung kommt bei der ganzen Golfspielerei und absurder Slapstick manchmal etwas zu kurz.

4_sterne
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Kevin Wignall: Die letzte Wahrheit

Conrad Hirst ist Auftragskiller für einen deutschen Verbrecherboss. Nach seinem letzten Mord beschließt er, auszusteigen und ein neues Leben zu beginnen. Doch er kennt die Spielregeln des Gewerbes. Es gibt vier Personen, die wissen, wer er ist und was er tut. Vier Personen, die er töten muss. Ein scheinbar einfacher Plan, aber bald muss er feststellen, dass er nur eine Marionette in einem sehr viel größeren Spiel ist.

Wie Guthrie gelingt es auch Wignall nicht, Originalität und Tempo bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Der Spannungsabfall am Ende überwiegt leider im Gesamteindruck den insgesamt sehr interessant gestrickten Plot.

3_sterne
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Alan Guthrie: Post Mortem

Der Broterwerb von Robin Greaves ist bewaffneter Raubüberfall. Als er feststellen muss, dass sein Komplize ein Verhältnis mit seiner Frau hat, werden seine professionellen Prinzipien auf eine harte Probe gestellt. Robin heckt einen teuflischen Racheplan aus. Doch dann bricht die Hölle los: Wie üblich auf simple Gewalt und Geiselnahme ausgerichtet, geht dieses Mal der Überfall auf eine Postfiliale daneben. Ab sofort befinden sich die Bösewichte auf der Flucht vor der Polizei, vor schmierigen Privatdetektiven und einem kaltblütigen Killer, der wohl der Einzige ist, der nicht dem verschwundenen Geld nachjagt. Er wurde eben erst aus dem Gefängnis entlassen und war auf dem Weg zu seiner Mutter, die bei der Post arbeitet.

Alan Guthrie ist es gelungen, eine interessante Ausgangssituation spannend weiterzuerzählen und einen durchaus serientauglichen Protagonisten zu entwerfen. Die Auflösung kann mit dem Niveau der ersten 75 % leider nicht mithalten.

3_sterne
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Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome

Kommissar Jensen beschäftigt ein höchst rätselhafter Fall: Ein amerikanischer Tourist hatte um Hilfe gebeten, weil er sich bedroht fühlte. Am nächsten Tag findet man ihn tot auf der Straße. Seine Obduktion deutet auf einen Mord, der menschliche Fähigkeiten übersteigt. Was haben seine zehnjährigen Zwillingssöhne damit zu tun, die spurlos verschwunden sind? Oder deren mysteriöse Kinderfrau, der seherische Fähigkeiten nachgesagt werden? Und wie soll Jensen das herausfinden, wenn ihm eine mysteriöse Blinde immer wieder dazwischenfunkt?

Meine persönliche Einschätzung des Krimipreisträgers muss warten bis zum nächsten Krimi-Abend unseres elitären Krimikenner-Clubs ...

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Massimo Carlotto: Die dunkle Unermesslichkeit des Todes

Silvio Contin, Weinhändler in einer venezianischen Kleinstadt, führt ein unbeschwertes Leben mit seiner hübschen Frau und einem kleinen Sohn. Doch eines Tages nehmen zwei Männer bei einem Raubüberfall Frau und Sohn als Geiseln und töten sie kaltblütig. Der Verlust lässt Contin tief fallen, bis ihn 15 Jahre nach der Tragödie ein Gnadengesuch des inhaftierten und mittlerweile schwer kranken Mörders, Raffaello Beggiato, erreicht. Langsam begreift Contin, dass dies die Chance seines Lebens ist: Rache.

Die Geschichte wird - inzwischen kein genialer Schachzug mehr - abwechselnd aus der Perspektive Contins und Beggiatos erzählt. Ein sehr interessanter Plot, stimmig und einfühlsam erzählt - geht unter die Haut.

5_sterne
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Grant McKenzie: Die Stimme des Dämons

Eine anonyme, elektronisch verzerrte Stimme teilt Zach Parker per Handy mit, seine Frau und Tochter entführt zu haben. Um sie lebend wiederzusehen, muss er neben einem Lösegeld von einer Million Dollar mehrere brutale Verbrechen begehen. Als er schließlich am Haus, in dem sich seine gekidnappte Familie angeblich befindet, eintrifft, fliegt es vor seinen Augen in die Luft. Dies ist der Auftakt zu einem gnadenlosen Katz-und-Maus-Spiel.

Eine Story wie eine Achterbahnfahrt. Ganz im Stil eines Harlan Coben lässt McKenzie dem Leser keine Zeit zum Durchatmen. Der eine Stern wird für die - zugegebenermaßen kleinen - Logikfehler abgezogen.

4_sterne
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Mo Hayder: Ritualmord

Bei einem Tauchgang im trüben Wasser von Bristols Hafenbecken umschließen die Finger der Polizeitaucherin Flea Marley plötzlich eine menschliche Hand. Dass der dazugehörige Körper fehlt, ist schon mysteriös genug. Doch als am nächsten Tag eine weitere Hand entdeckt wird, vergraben unter der Eingangstür eines Restaurants am Hafen, wird der Fall immer verstörender. Flea Marley und DI Jack Caffery ahnen, dass die seltsamen Funde mit afrikanischer Muti-Zauberei zu tun haben.

Trotz etwas abstruser Erklärungsmuster und Nebenschauplätzen (insbesondere der "Walking Man") handelt es sich um einen gut lesbaren, spannenden Roman. Man wünscht sich allerdings die nächsten Fälle des DI Jack Caffery ohne mystischen Schnickschnack und Hexerei!

3_sterne
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James Sallis: Dunkle Schuld

Eigentlich hatte sich Ex-Cop Turner in das kleine Provinzkaff Cypress Grove zurückgezogen, um sein altes Leben zurückzulassen. Doch als der unerfahrene Sheriff des Ortes mit einem Ritualmord konfrontiert wird, bittet er den Außenseiter um Hilfe. Bei seinen Ermittlungen gewinnt Turner zwar neue Freunde, doch muss er sich auch seiner Vergangenheit und damit sich selbst stellen.

Zwar ist Sallis ruhiger Erzählton sehr angenehm zu lesen - man fühlt sich wie in einem der jüngeren Clint-Eastwood-Filme - doch als Krimi erfülllt der Romen nicht die Erwartungen. Auf den letzten 30 Seiten wird eine hanebüchene Erklärung zusammengeschustert, die leider den positiven Eindruck der ersten 270 Seiten vergessen lässt.

2_sterne
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Barry Eisler: Tokio-Killer

John Rain betreibt in Tokio sein lukratives Geschäft als Auftragskiller. Sein letzter Job verschafft ihm allerdings mehr Probleme als ihm lieb ist. Nicht nur, dass er zwischen die Fronten des CIA und der japanischen Mafia gerät, er verliebt sich auch noch in die Tochter seines letzten Opfers.

John Rain ist zwar kein Sympathieträger im klassischen Sinn, dennoch gelingt es Eisler im Verlauf der Handlung, beim Leser Interesse und Verständnis für die als Serienheld konzipierte Figur zu entwickeln.

3_sterne
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Derek Haas: Killer

Er nennt sich Columbus und ist ein Meister seines Fachs. Ein eiskalter Mörder, der selbst die schwierigsten Aufträge präzise und zuverlässig ausführt. Doch dieses Mal ist alles anders. Der nächste Mann, den Columbus töten soll, ist sein Vater. Den er nie kennengelernt hat, der seine Mutter umbringen ließ und den er zutiefst hasst. Er übernimmt den Auftrag – und vom ersten Moment an läuft alles schief.

Interessanter Protagonist, der das Zeug zur Serienfigur hat. Flotter und kurzweiliger Schreibstil, dem man den Drehbuchautor anmerkt. Das Ende ist gut aber nicht ganz so überraschend, wie auf dem Einband versprochen.

4_sterne
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David Peace: 1983

Yorkshire 1983. Ein Schulmädchen wird vermisst. Der schnell verhaftete Hauptverdächtige begeht in Polizeigewahrsam scheinbar Selbstmord. Rechtsanwalt John Piggott stößt bei Recherchen auch auf eine Reihe bereits lange zurückliegender Kindesentführungen, die nie aufgeklärt wurden.

Innerhalb von 8 Tagen habe ich das "Red-Riding-Quartett" verschlungen und bin hin- und hergerissen: Zwar hat mich Peaces Sprache über die komplette Reihe hinaus gefangen genommen wie seit Jahren nicht mehr, doch habe ich nach Abschluss des letzten Bandes das unbefriedigende Gefühl, nicht alles verstanden oder ezwas überlesen zu haben. Dies kann durchaus vom Autor beabsichtigt sein. Ich fühle mich seltsam ausgelaugt - als wäre ich beim Lesen an Grenzen gestoßen, die ich nicht überschreiten kann.

4_sterne
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David Peace: 1980

Leeds 1980 - der Yorkshire-Ripper geht um. Dreizehn Morde und noch immer kein Ende in Sicht. 1980 ist der dritte Teil des preisgekrönten "Red-Riding"-Quartetts. In Teil drei bekommen wir das Geschehen aus Sicht des internen Ermittlers Peter Hunter, der als Chef einer Spezialeinheit fungiert, die die Untersuchung der Ripper-Morde neu durchdenken soll.

Da mich 1977 mit vielen offenen Fragen zurückgelassen hat, musste ich einfach gleich im Anschluss weitermachen - Peaces Werk nimmt einen einfach gefangen. Achtung: Unbedingt chronologisch lesen!!!

4_sterne
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David Peace: 1977

In seinem zweiten Teil des "Red-Riding"-Quartetts ermitteln DS Robert Fraser und Starreporter der Evening Post Jack Whitehead unabhängig voneinander in einer Mordserie an Prostituierten. Whitehead hat dem Serienkiller den Namen "Yorkshire-Ripper" verpasst.

Hat man sich einmal an den Schreibstil gewöhnt und akzeptiert, dass man zwischen den Zeilen nach Antworten auf offenen Fragen suchen muss, entwickelt die Geschichte einen seltsamen Sog, der einen kaum loslässt. So fordert auch das Ende des Buches, das den Leser mit vielen Fragezeichen zurücklässt, zum unmittelbaren Weiterlesen des dritten Teils heraus. Für mich der beste Teil der Reihe!

5_sterne

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David Peace: 1974

In der Vorweihnachtszeit des Jahres 1974 beginnt Gerichtsreporter Eddie Dunford seinen Job bei der Evening Post an. Es ist für ihn der Anfang eines elftägigen Alptraums. Die zehnjährige Clare Kemplay ist verschwunden und Dunford findet heraus, dass sie offenbar nur das nächste Opfer eines Serientäters ist, der es auf junge Mädchen abgesehen hat.

1974  ist der Auftakt einer vierbändigen Reihe, in der David Peace die Zustände im England der 70er und frühen 80er Jahre schildert. Wer geradlinig geschriebene Krimis mit Happy-End mag ist bei dieser Reihe definitiv falsch!

4_sterne
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Andrew Taylor: Im Zeichen des Raben

Peter Redburn kehrt nach dem Tod seiner Mutter an die Stätte seiner Kindheit zurück um den Nachlass zu regeln. Auf dem Dachboden seines Elternhauses entdeckt Peter einen bedeutungsschweren Brief. Dessen Inhalt macht ihn glauben, Ginny oder James Salperton, Freunde aus Kindertagen, seien seine Halbschwester oder Halbbruder. Peters Neugier erwacht und als er auch noch Aufzeichnungen seines besten Freundes Richard Molland über Die geheime Geschichte von Emor findet, begibt er sich auf eine Reise in die Vergangenheit.


3_sterne
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John Harvey: Schlaf nicht zu lange

Frank Elder wird von seiner Frau gebeten, das Verschinden der Schwester einer Freundin in Nottingham zu untersuchen. Bei seinen Ermittlungen findet Elder heraus, dass die Vermisste Bekanntschaften im Internet gesucht hat. Kurze Zeit später wird sie tot in ihrem Bett aufgefunden. Die Art und Weise, wie die Tote aufgebahrt wurde, erinnert Elder an seinen ersten Fall in Nottingham - ein Fall, den er nie aufklären konnte.

Schlaf nicht zu lange ist der Abschluss der Trilogie um den freiwillig aus dem Polizeidienst ausgeschiedenen und getrennt von Frau und Tochter zurückgezogen in Cornwall lebenden Detective Frank Elder. Schade - von diesem Antihelden hätte ich gern mehr gelesen!

4_sterne

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Die wichtigsten Krimipreise:
Der Dagger Award
Der Edgar Award

David Peace: 1977

In seinem zweiten Teil des "Red-Riding"-Quartetts ermitteln DS Robert Fraser und Starreporter der Evening Post Jack Whitehead unabhängig voneinander in einer Mordserie an Prostituierten. Whitehead hat dem Serienkiller den Namen "Yorkshire-Ripper" verpasst.

Hat man sich einmal an den Schreibstil gewöhnt und akzeptiert, dass man zwischen den Zeilen nach Antworten auf offenen Fragen suchen muss, entwickelt die Geschichte einen seltsamen Sog, der einen kaum loslässt. So fordert auch das Ende des Buches, das den Leser mit vielen Fragezeichen zurücklässt, zum unmittelbaren Weiterlesen des dritten Teils heraus
 
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Meine aktuellen Lieblingsautoren mit ausgewählten Titeln:

Ian Rankin

Die Seelen der Toten

rankin_seelen Rankin ist und bleibt einer der Meister des Genres. In "Die Seelen der Toten" dringen wir auch in das Innenleben des Inspektor Rebus ein, der auch mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Rankin gelingt es scheinbar, sich mit jedem Rebus-Krimi noch einmal steigern zu können. Rankin ist für jeden Krimi-Fan ein absolutes Muss.

Charles Todd

Die zweite Stimme
todd_stimme Charles Todd hat mit seinem Inspector Ian Rudledge einen Seriendetektiv geschaffen, der in der Kriminaliteratur seinesgleichen sucht. Rudlege ist Kriegsveteran - Todds Romanserie spielt kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges - und hat eine Schützengrabenneurose immer noch nicht ganz überwunden: Er hört in seinem Kopf die Stimme des schottischen Soldaten Hamish MacLeodt, mit dem er sich auch unterhalten kann und der zu seinem ständigen Begleiter wird. Es empfiehlt sich, mit dem angegebenen Werk zu beginnen, um sich mit der Person Rudledge/MacLeod vetraut zu machen.

Stuart MacBride

Die Stunde des Mördes
macbride_stunde Mit Stuart MacBride verfügt Schottland neben Rankin über einen weiteren aufstrebenden Krimiautor, dessen Stärken zweifellof in seinem Erzählton liegen, der zwar flapsig und derb aber dennoch sehr humorvoll daher kommt. Auch in "Die Stunde des Mörders" verschont er den Leser nicht mit grausamen Szenen, ein Markenzeichen seiner Kriminalromane um den Seriendetektiv Logan McRae.

Val McDermid

Das Lied der Sirenen
mcdermid_sirenen Val McDermid ist wohl eine der ganz Großen der Kriminalliteratur. Mit "Das Lied der Sirenen" eröffnet sie eine Reihe um den Psychologen Tony Hill, der in seinem ersten Fall eine grausame Mordserie an jungen Männern aufklärt und dabei selbst in Todesgefahr gerät. Neben der Reihe um Tony Hill hat Val McDermid eine Menge atmosphärisch sehr dichter Kriminalromane von hohem literarischem Niveau geschrieben. Es sei an dieser Stelle nur auf "Ein Ort für die Ewigkeit" und "Echo einer Winternacht" hingewiesen.

Stephen Booth

Kühler Grund
booth_grund "Kühler Grund" ist der Auftakt der Krimireihe um DC Ben Cooper und DC Diane Fry, die im ländlichen Peak District spielt. Während der bodenständige Ben Cooper ("Joe Coopers Junge") versucht, aus dem Schatten seines verstorbenen aber immer noch gegenwärtigen Vaters zu treten, will die "neue" Diane Fry möglichst bald die Karriereleiter erklimmen. Atmosphärisch dichte, wenn auch manchmal etwas weitschweifige Fälle warten auf Leser, die sich auch für die Region Nordenglands interessieren.

John Harvey

Schrei nicht so laut
harvey_schrei In Grobritannien gehört der im Jahr 2007 von der Crime Writers Association mit dem Diamond Dagger für sein Lebenswerk ausgezeichnete Autor zu den ganz Großen - in Deutschland zählt er eher zu den Geheimtipps. "Schrei nicht so laut" ist der erste Band einer großartigen Trilogie um den vorzeitig aus dem Dienst ausgeschiedenen Detective Frank Elder. Die zweite Reihe um den vom Schicksal gebeutelten Inspektr Charlie Resnick erschent ebenfalls als dtv-Taschenbuch.

Andrew Taylor

Die vier letzten Dinge
taylor_dinge "Die vier letzten Dinge" ist der Auftakt der sogenannten Roth-Thrilogie, die eine Besonderheit der Kriminalliteratur darstellt: Der 1997 und damit als erstes geschriebene Teil ist der Abschluss einer sich über vier Jahrzehnten erstreckenden Geschichte. In den folgenden zwei Krimis "Das Recht des Fremdlings" und "Eine Messe für die Toten" rollt Taylor die Ereignisse bis 1950 zurück auf. Andrew Taylor ist ein fantastischer Geschichten-Erzähler, dessen Krimis vor allem durch ihre atmosphärische Dichte überzeugen.

David Peace

1974

peace_1974

1974 ist der erste Band des preisgekrönten "Red-Riding-Quartetts" - Peace erhielt für 1974 u. a. den deutschen Krimipreis. Peaces Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Gelingt es einem jedoch, sich mit dieser Art und Weise des Ezählens anzufreunden, gerät man leicht in einen Sog, der einen nicht mehr loslässt. Jeder Band wird aus der Sichtweise einer, zweier oder dreier der handelnden Personen geschildert. Zum besseren Verständnis ist es zwingend notwendig, die vier Bücher in der chronologisch richtigen Reihenfolge zu lesen. Dennoch sollte man nicht erwarten, am Ende alle Fragen beantwortet zu finden.

 
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Meine Lieblingsautoren klassischer Kriminalromane mit ausgewählten Titeln:

Ellery Queen

Chinesische Mandarinen

queen_mandarinen
Ellery Queen - d. h. das Autorenduo Frederic Dannay und Manfred B. Lee - gehört zu den ganz Großen des goldenen Zeitalters des Kriminalromans. Bei seinem "The Chinese Orange Mystery" kann man sich über einen der absurdesten modi operandi der Krimigeschichte wundern.

John Dickson Carr

Der verschlossene Raum
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Mit "The Three Coffins" (auch als "The Hollow Man" erschienen) schuf John Dickson Carr den Meilenstein des Locked Room Mysteries - dem Mord in einem verschlossenen Raum.

S. S. van Dine

Der Mordfall Terrier
van-dine_terrier Van Dine schuf seinen versnobten Detektiven Philo Vance nach dem Vorbild von Sayers Lord Peter Wimsey. Im "Mordfall Terrier" löst Philo Vance ein Locked Room Mystery.

Abhandlung: Locked Room Mysteries